Jugendparlament für Erkelenz

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die Fraktion der Bürgerpartei im Rat der Stadt Erkelenz beantragt, der Rat möge beschließen, ein Jugendparlament einzusetzen. Das Jugendparlament soll aus 22 Mitgliedern bestehen. Die Mitglieder sollen von den Jugendlichen bis 18 Jahre in den vorhandenen Wahlbezirken gewählt werden. Das Jugendparlament soll den Bezirksausschüssen gleichgestellt werden mit der Kompetenz, dass alle die Jungend betreffenden Maßnahmen zuerst dem Jugendparlament zugeleitet werden. Anträge des künftigen Jugendparlamentes sollen zwingend im Rat und in den entsprechenden Ausschüssen behandelt werden.

Begründung:
Die Verwaltung hat den öffentlichen Auftrag der Daseinsvorsorge. Dazu gehört auch, dass Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Wünsche und Anregungen hörbar zu machen. Mit mehr Eigenverantwortung bietet ein Jugendparlament die Möglichkeit, dass sich Jugendliche selbst mehr einbringen und die Verwaltung und Politiker aus erster Hand erfahren, was die Jugendlichen wirklich bewegt. Themen wie Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche in den einzelnen Stadtbezirken oder wo sich Jugendliche aktiv betätigen können, stehen hier an erster Stelle. Ein Jugendparlament ist der erste Schritt, um den Bedarf und die Wünsche von Jugendlichen zu erfahren und gleichzeitig der beste Schritt zur Prävention vor Jugendkriminalität und Jugendbanden. Dass Anträge aus dem Jugendparlament verpflichtend im Rat oder Ausschuss behandelt werden müssen, ist der nächste notwendige Schritt zur Umsetzung des Bedarfs, damit es nicht wie sonst bei schönen Planungen bleibt. Wer sich intensiv engagiert, Verantwortung trägt und ernst genommen wird – das belegen unzählige Polizeistatistiken . gerät nicht in die Fänge marodierender Jugendbanden. Daher sind wir der festen Überzeugung, dass es die Pflicht eines jeden Ratsherren bzw. einer jeden Ratsfrau sein muss, unserem Antrag zuzustimmen.

Erkelenz, den 20.08.2004

 

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