Schulpsychologe für Erkelenzer Schulen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Bürgerpartei beantragt, der Rat möge beschließen, zu einem schnellstmöglichen Zeitpunkt einen Schulpsychologen/eine Schulpsychologin einzustellen!
Begründung: Erkelenz ist eine Schulstadt mit nahezu 7500 Schülern. Wir als Stadt sowie die übergeordnete Schulbehörde sind dazu verpflichtet unseren Kindern eine bestmöglich Schulausbildung zu bieten. Dazu gehören nicht nur die Räumlichkeiten, sondern dazu gehört auch das gesamte Umfeld.
Die Kinder sind unsere Zukunft, in die wir investieren müssen.
Ganz abgesehen von der PISA-Studie gibt es noch viele weitere Hinweise auf Defizite. In der heutigen Zeit gibt es durch unsere Lebensweise häufig Kinder, die der gesamten Situation nicht gewachsen sind.
Kinder wollen, bzw. können plötzlich nicht mehr lernen. Kinder gehen nur sehr unwillig in die Schule. Kinder haben große Schwierigkeiten in einigen Fächern.
Bei solchen und ähnlichen Problemen können und sollten sich Schulpsychologen um die Kinder kümmern können. Bei Lern- und Leistungsstörungen (z.B. bei Teilleistungsstörungen, Motivationsproblemen, beim Arbeitsverhalten), bei plötzlichem Leistungsabfall oder Schulverweigerung, Disziplinproblemen, Selbstaggression, Konflikten und Gewalt ist ein Schulpsychologo oft die letzte Rettung. Der Schulpsychologe begünstigt die Zusammenarbeit aller an der Schule Beteiligten (Schüler, Eltern, Lehrkräfte) durch psychologische Erkenntnisse und Methoden. Dies umfasst die Beratung und Hilfe bei Lern- und Lehrproblemen gleichermaßen wie die Fortbildung von Lehrer/-innen und Schulleiter/-innen sowie die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung der Schule. Schulpsychologisches Arbeiten mit dem Ziel zu Persönlichkeitsentwicklung, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden in der Schule, Beratung und Hilfe in akuten und krisenhaften Situationen und viele weitere Hilfestellungen sind nur ein Teil der Arbeit eines Schulpsychologen.
Wir sind es unseren Kindern schuldig, ihnen diese Hilfe zu geben!
Als Schulstadt Erkelenz sollten wir mit der Einstellung eines Schulpsychologen ein Zeichen gegenüber dem Kreis setzen, der ja nicht wie in vielen anderen Kreisen (z.B Viersen oder Neuss) einen Schulpsychologischen Dienst für nötig hält. Bei der Finanzierung besteht die Möglichkeit, Zuschüsse des Landes bzw. des Bundes zu erhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, sind wir gerne behilflich anhand der Haushaltsdaten Einsparmöglichkeiten aufzuzeigen. Auch ein Sponsoring wäre eine Finanzierungsmöglichkeit.

Erkelenz, den 01.12.2004

 

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