Umgestaltung der jetzigen Stadthalle

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
 
in der Diskussion um die Umgestaltung der jetzigen Stadthalle zu einem Bürgerzentrum fühlen wir uns genötigt im Auftrag der Bürger gegen die bereits jetzt zu erkennende Fehlentscheidung heftigst zu protestieren. Es darf doch nicht sein, dass man wieder den gleichen Fehler begeht wie beim damaligen Neubau der Stadthalle. Die Stadthalle in Erkelenz ist wohl deutschlandweit die einzige Stadthalle ohne eigene Parkplätze. Jetzt hat man die Absicht diese „Bauruine“ auch noch zu erweitern, um bis zu 1000 Gäste dort bewirten zu können. Bei 1000 Gästen muss man statistisch mit mehr als 400 PKW- Fahrern rechnen. Wo sollen die ihre Fahrzeuge parken, ohne, wie von der SPD verlangt, den Verkehr am und um den Franziskanerplatz zu belasten? Man denke allein an die vielen Riesen-Reisebusse, die die Stadthalle ansteuern!
 
Der Bau einer Tiefgarage in dieser Größenordnung ist an dieser Stelle flächenmäßig unmöglich bzw. mit horrenden Kosten (Doppeltiefgarage) verbunden. Die neue Ausbreitung der Bebauung bewirkte, dass der jetzige Standort der Stadthalle auch nicht mehr als zentral zu bezeichnen ist. Wir schlagen daher vor, eine neue Stadthalle am Ziegelweiher zu bauen. Die alte Stadthalle ist an einen Privatinvestor zu verkaufen. Der kann laut Bebauungsplan ein 4-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus bauen. Dies dürfte für viele Investoren verlockend sein. Die Lage des Objektes erlaubt sicherlich einen Quadratmeterpreis von 270 Euro. Der Neubau der Stadthalle soll auf dem jetzigen Gelände des Tennisclubs erfolgen. Dem Tennisclub, der dort auch räumlich beengt ist, soll an adäquater Stelle des Stadtgebietes ein städtisches Grundstück übertragen werden und eine neue, schönere Tennisanlage erstellt werden. Dies soll mit den Geldern aus dem Verkauf der alten Stadthalle realisiert werden. Das dann ehemalige Tennisclubgelände soll kostenlos bzw. erbrechtlich einem Investor zur Verfügung gestellt werden, der dort den Bau eines Multifunktionsgebäudes erstellen soll. Je nach Intention des Investors, aber auch schon jetzt realistisch möglich, würde da der Bau eines Großraumkinos oder Hotels erscheinen. Der mehrstöckige Bau soll natürlich auch eine Restauration für bis zu 1000 Personen beinhalten, über die die Stadt Erkelenz und deren Bürger und Vereine nach Vereinbarung verfügen können. Raum für Fahrzeuge wäre dort unterirdisch und oberirdisch genügend vorhanden.
Ein Restaurantbetrieb mit Außenterrasse, mit Blick auf den Ziegelweiher, dürfte den Gästen wohl eher zusagen als der in der jetzigen Stadthalle. Hochzeiten, Kinderkommunionen und sonstige Feiern in einer solchen Umgebung, die quasi zu einem Verdauungsspaziergang zu den Enten des Ziegelweihers oder den weiträumigen Spazierwegen förmlich einlädt, dürften wohl in unserer Region ihresgleichen suchen. Gerade für Kinder ist dieser Standort ideal. Eine eventuelle Kahn- oder Bootfahrnutzung des Ziegelweihers wäre in diesem Zusammenhang zu überdenken. Nur durch das Ambiente am Ziegelweiher hat der Betreiber eines Stadthallen- oder Bürgerhallenrestaurants eine Chance zu überleben. Erst dann ist ein Ganztagsbetrieb einer solchen Restauration möglich. Der Bau eines solchen Objektes dürfte Erkelenz zu einem Ausflugsziel ähnlich dem der Tüschenbroicher Mühle machen. Dies dürfte wohl allen Bürgern der Stadt zugute kommen, ganz abgesehen von den Geschäften der Innenstadt. Wir bitten die Verwaltung, diesen unseren Vorschlag einmal zu überdenken und nicht wie sonst schlichtweg zu verteufeln, nur weil er von der Bürgerpartei stammt. Dieser unser Vorschlag ist natürlich noch zu verfeinern. Er stellt aber in jedem Fall die kostengünstigste und beste Lösung da.
 
Erkelenz, den 14.01.2002

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